Verwendung und Form der Adverbien
Adverbien geben in der deutschen Grammatik Auskunft über die näheren Umstände eines Geschehens, zum Beispiel wann, wo, wie und warum etwas geschieht oder geschehen ist, sie bestimmen also andere Satzelemente und hauptsächlich das Verb näher:
- adverbiale Bestimmung zum Verb: Sie tanzt gern. Sie wohnt hier.
- Attribut: das Haus hier, das sehr alte Haus.
- Prädikativ: Ich bin hier.
Adverbien sind Wörter, die nicht dekliniert werden können.
Je nachdem, worüber die Adverbien Auskunft geben, werden sie in folgende Gruppen eingeteilt:
| Gruppe | Bedeutung | Fragewörter | Beispiele |
| lokale Adverbien (Ortsergänzungen) | Ort, Richtung, Herkunft | Wo? Wohin? Woher? Wie weit? | da, vorn(e), unten, hier, hinten, hin, dort, oben, her, bergauf, bergab |
| temporale Bedeutung (Zeitergänzung) | Zeitpunkt, Zeitraum, Wiederholung | Wann? Seit wann? Bis wann? Wie lange?
Wie oft? |
gestern, jetzt, vorher, immer, heute, damals, zuerst, oft, morgen, sofort, meist(ens), sofort, zuerst, inzwischen |
| modale Adverbien (Artergänzungen) | Beschaffenheit, Menge, Intensität, Mittel, Werkzeug | Wie? Auf welche Weise? Wie viel? Wie sehr? | so, gern, vergebens, glücklicherweise, umsonst, genauso, leider, irgendwie, hoffentlich, keineswegs, wahrscheinlich |
| kausale Adverbien (Begründungsergänzungen) | Grund, Zweck, Folge, Voraussetzung, Bedingung | Warum? Wozu? Unter welcher Bedingung? In welcher Absicht? Trotz welchen Umstands? | trotzdem, sonst, also, dennoch, deshalb, darum |
Es gibt eine kleine Gruppe von Adverbien, die keine inhaltlichen Informationen beinhalten, sondern nur eine Aussage verstärken, einschränken oder kommentieren. Nach diesen Umstandsergänzungen, die sich auf die Aussage eines Satzes beziehen, kann man mit keinem Fragewort fragen: Vermutlich wird er morgen kommen. Meines Erachtens sollten wir uns entschuldigen.